Trump will Kennedy-Center für Umbau schließen

Februar 2, 2026
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Zwei Jahre lang soll das Kennedy-Center geschlossen bleiben. Trump will es umbauen und noch mehr an sich binden

Erst die Absage von Künstlerinnen und Künstlern, dann sinkende Besucherzahlen – nun will  US-Präsident Donald Trump das John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington komplett schließen und in zwei Jahren in ein »modernes Zentrum für amerikanische Exzellenz« umbauen. Das Vorhaben, das er in einem Post auf den Sozialen Medien ankündigte, sorgt in der US-Kulturszene für Empörung. Das Kennedy Center gilt als eines der wichtigsten Kulturhäuser des Landes und beherbergt unter anderem das National Symphony Orchestra und die Washington National Opera – die Oper hatte bereits ihren Auszug bekanntgegeben, wo das Orchester zukünftig spielen soll, ist bislang unklar.

Trump begründete seine Pläne mit dem Ziel, »Kunst und Kultur wieder näher an die Menschen heranzubringen« und die amerikanische Geschichte neu zu erzählen«. Konkrete Einzelheiten zu den Umbauplänen oder zur zukünftigen Nutzung des Zentrums nannte er bislang allerdings nicht. Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen die beiden Ensembles während der Umbauphase in Ausweichquartiere umziehen; langfristig sei eine »Neuausrichtung unter staatlicher Leitung« vorgesehen. Ob die Institutionen in ihrer bisherigen Form weiterbestehen, ist unklar.

Kritiker werfen dem Präsidenten vor, den symbolträchtigen Kulturort politisch instrumentalisieren zu wollen. Die Vorsitzende des Kennedy Center Board of Trustees, Deborah Rutter, warnte vor einem »irreparablen Verlust für das kulturelle Gedächtnis der Nation«.

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