Fidelio, Mauerfall und Putins Erbe 

Oktober 3, 2025
1 min read
Christine Mielitz‘ Inszenierung von Fidelio (Foto: Semperoper)

»Klang der Macht» von der ARD ist unser Podcast-Tipp zum Tag der Deutschen Einheit

Alles beginnt mit Christine Mielitz‘ Inszenierung der Oper Fidelio, ausgerechnet zu den 40-Jahres Feierlichkeiten der DDR. Die Menschen demonstrieren auf der Straße, Vladimir Putin erfährt den Untergang des Staates als KGB-Offizier an der Elbe. 

In ihrem Podcast Klang der Macht befragen Jeanny Wasielewski und Axel Brüggemann Zeitzeugen wie den damaligen Bürgermeister, die Revolutionäre oder Hans Modrow und suchen im Stasi-Archiv nach Akten über die Bespitzelung der Oper. Und sie verfolgen, wie die Zeit in Dresden Putin prägte, sein Netzwerk und seine Kulturpropaganda, es geht um Operndirektor Hans-Joachim Frey, um den Cellisten Sergej Roldugin und seine Panama-Milliarden, um Valery Gergiev und Nordstream2. Ein musikhistorischer Krimi.  

Regisseurin Christine Mielitz verlegte die Handlung in ein DDR-Gefängnis, umringt von Stacheldraht und Wachtürmen, während draußen Zehntausende gegen das Regime demonstrierten. Die Oper – Symbol für den Kampf um Freiheit, Mut und Gerechtigkeit – wird so zu einem musikalischen Brennpunkt der Revolutionsereignisse und zum Spiegel der gesellschaftlichen Sehnsucht nach Befreiung. 

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