Österreichs Bühnen boomen – wollen aber Planungssicherheit

Februar 15, 2025
1 min read
Wiener Staatsoper (Foto: BC)

Die Bundestheater in Österreich haben Publikum, was fehlt ist: Planungssicherheit

English summary: The Bundestheater reports record attendance and 62.3M in ticket revenue, yielding a 1.4M surplus. Despite success, future funding is uncertain. Planning security lasts only 1.5 more years, with a budget decision for 2026/27 due by October 2025. The focus is on maintaining, not increasing, subsidies to offset rising costs. Meanwhile, innovation continues: a new academy trains theater craftsmen, energy savings have been achieved, and accessibility at the Burgtheater is improving. Renovations at the Kasino am Schwarzenbergplatz are on schedule, with a premiere set for September.

Die Bundestheater verzeichnen Rekordzahlen: Hohe Besucherzahlen und Kartenerlöse von 62,3 Millionen Euro sorgen für einen Jahresüberschuss von 1,4 Millionen Euro. Die Staatsoper ist fast täglich ausverkauft, die Volksoper steigert ihre Auslastung auf 87,2 %, und das Burgtheater erreicht 77,1 %. Trotz der positiven Bilanz bleibt die Zukunft ungewiss.

Holding-Chef Christian Kircher betont, dass Planungssicherheit nur noch für etwa eineinhalb Jahre gegeben ist. Eine Budgetentscheidung für die Saison 2026/27 muss bis Oktober 2025 getroffen werden. Die Forderung: keine Erhöhung, sondern Werterhaltung der Basisabgeltung, um Kostensteigerungen auszugleichen. Die bisherige Verhandlungspraxis sei unbefriedigend, doch Kircher bleibt optimistisch, da bisher stets eine Lösung gefunden wurde.

Parallel setzt die Holding auf Innovation: Die neugegründete Akademie für Theaterhandwerksoll Fachkräfte in Tischlerei, Tapeziererei, Metalltechnik und Malerei ausbilden. Im Bereich Nachhaltigkeit wurden Energieeinsparungen erzielt, und das Burgtheater plant einen barrierefreien Zugang. Zudem läuft die Sanierung des Kasinos am Schwarzenbergplatz planmäßg, mit einer ersten Premiere im September.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Warum fällt Hinterhäuser der Abschied so schwer?

Markus Hinterhäuser ist nicht mehr Intendant der Salzburger Festspiele. Dennoch ist er allgegenwärtig. Der Streit um seine Trennung wirft Fragen nach Transparenz auf – und nach der Fähigkeit, ein Amt auch wirklich

Rienzi ist Wagners Monster

Die Dirigentin Natalie Stutzmann und die Regisseurinnen Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka haben in Bayreuth mit ihrer Lesart von Wagners Rienzi begeistert – hier blicken sie hinter die Kulissen und erklären Ihre Ansätze.

Neuer Blick auf Karajan

Karajans Rolle im Nationalsozialismus muss historisch genau betrachtet werden, sagt Biograf Wolfgang Rathert und fordert wissenschaftliche Sachlichkeit in der Karajan-Debatte. Dabei attestiert er dem Dirigenten Skrupellosigkeit in seiner Karriere.

12 Wurstfinger und ein König

Der KI-Ring in Bayreuth ist ein anstrengendes Unterfangen. Die von Marcus Lobbes kuratierten Bilder erinnern an die Pionierzeit der künstlichen Intelligenz. All das scheint nicht nur das Publikum abzulenken, sondern auch das

Diktator sind wir alle

150 Jahre Bayreuth: Zwischen Festakt und Rienzi drehen die Festspiele ihre eigene Geschichte durch den Necker-Würfel. Ein Essay über Erinnerung, Macht, Populismus – und die Verantwortung jedes Einzelnen.

Lieber Igor Levit,

Igor Levit und Danger Dan dürfen beim ZDF nicht auftreten – nun stilisieren sie sich zum Opfer. So geht PR.

Verpassen Sie nicht ...