Finalmente: Gergiev Konzert abgesagt

Juli 21, 2025
1 min read
(Foto: Münchner Philharmoniker)

Der öffentliche Druck war zu groß: Nun haben die italienischen Veranstalter das umstrittene Konzert mit Valery Gergiev endgültig abgesagt.

English summary: Due to mounting public pressure, Italian organizers canceled Valery Gergiev’s controversial concert in Caserta. Protests arose over his ties to Putin and silence on the Ukraine war. Despite initial support, growing backlash—including a 16,000-signature petition—led to the event’s cancellation.

Rom (BC) – Das umstrittene Konzert des russischen Star-Dirigenten Walery Gergijew im süditalienischen Caserta ist nach anhaltenden Protesten kurzfristig abgesagt worden – das berichtete die Nachrichtenagentur ANSA. Das ursprünglich für den 27. Juli geplante Gastspiel im Palast von Caserta war im Vorfeld sowohl von italienischen Politikern als auch von zahlreichen Bürgerinitiativen und Kulturschaffenden heftig kritisiert worden. Auch Italiens Kulturminister Alessandro Giuli äußerte Zweifel am Zustandekommen des Konzerts und warnte vor einer politisch heiklen Signalwirkung in Zeiten des Ukraine-Kriegs.

Die Veranstalter und die regionale Behörden sahen sich außerdem mit der Aussicht auf Proteste ukrainischer Organisationen direkt beim Konzert konfrontiert – viele Gegner hatten gezielt Eintrittskarten für die ersten Reihen erworben, um ihren Protest auch im Veranstaltungsraum zu zeigen.

Gergijew, der als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin gilt, war bereits in der Vergangenheit von mehreren europäischen Veranstaltern ausgeladen worden, nachdem er sich nicht vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine distanziert hatte. Eine Petition der Vereinigung »Freie Russen in Italien« sammelte zuletzt über 16.000 Unterschriften gegen das Konzert in Caserta. Die Initiatoren warfen Gergijew vor, durch seine Auftritte das russische Regime zu unterstützen.

Der Präsident der Region Kampanien, Vincenzo De Luca, hatte sich zunächst für das Konzert ausgesprochen und betont, man solle Kunst und Politik trennen. Angesichts des wachsenden Drucks beschloss der Veranstalter nun jedoch die Absage der Aufführung. Ein offizieller Grund wurde bislang nicht genannt, Beobachter verweisen auf den öffentlichen Protest und die brisante politische Lage.

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