Würzburg prüft Rauswurf des Intendanten

Dezember 13, 2024
1 min read
Intendant Markus Trabusch (Foto: Mainfrankentheater Würzburg)

Markus Trabusch steht schon länger in der Kritik, nach Protesten von Mitarbeitenden und Gewerkschaft wird nun eine Vertragsauflösung geprüft.

English summary: The Würzburg city council is reviewing the termination of Markus Trabusch’s contract as Mainfranken Theater director. Criticism of his authoritarian leadership and a controversial incident involving a disabled audience member led to demands for his resignation from staff and unions. The contract runs until 2026.

Der Würzburger Stadtrat hat die Prüfung einer Vertragsauflösung mit Markus Trabusch, dem Intendanten des Mainfranken Theaters, beschlossen. BackstageClassical hatte bereits vor zwei Wochen über das schlechte Arbeitsklima vor Ort berichtet.

Hintergrund der jetzigen Prüfungen sind anhaltende Kritik an Trabusch‘ Führungsstil und ein Vorfall, bei dem der Intendant nach Zwischenrufen eines jungen Zuschauers mit geistiger Behinderung bei einer Aufführung für Empörung sorgte, das meldet auch die Süddeutsche Zeitung.

Beschäftigte des Theaters beschrieben Trabuschs Führungsstil als »autoritär«, wie eine interne Befragung bestätigte: Nur 20 Prozent empfanden das Arbeitsklima als konstruktiv. Obwohl die Stadt Gespräche und Workshops ankündigte, eskalierte die Situation nach dem Vorfall am 17. November. Trabusch erklärte daraufhin, die Bemühungen des Theaters im Bereich Inklusion hinterfragen zu wollen, konnte die Kritik damit jedoch nicht beenden.

Drei Gewerkschaften, darunter GDBA und verdi, forderten kürzlich Trabuschs Rücktritt und betonten, künstlerische Arbeit dürfe nicht in einem »toxischen Umfeld« stattfinden. Der Stadtrat scheint dieser Forderung nun zu folgen. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, rechtliche Optionen zur Beendigung des bis 2026 laufenden Vertrags zu prüfen.

Weder das Mainfranken Theater noch Trabusch selbst haben sich bisher zu den Entwicklungen geäußert. Die Stadt erklärte lediglich, dass Personalangelegenheiten grundsätzlich nicht öffentlich kommentiert würden.

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