Salzburger Festspiele ziehen für zwei Sommer ins Messezentrum

Oktober 17, 2026
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Das Festspielgelände der Salzbuger Festspiele (Foto: BC)

Die Salzburger Festspiele müssen umziehen: Während das Große Festspielhaus saniert wird, sollen Konzerte in der Salzburgarena stattfinden. Dem Beschluss ging ein Streit über Standorte und Kosten voraus. Auch der neue Intendant Peter de Caluwe muss sich nun auf die Ausweichspielstätte einstellen.

English summary: The Salzburg Festival is on the move: While the Großes Festspielhaus undergoes renovation, concerts will be held at the Salzburgarena. The decision follows a dispute over locations and costs. Incoming artistic director Peter de Caluwe will also have to adapt to the temporary venue.

Die Salzburger Festspiele müssen während der Sanierung des Großen Festspielhauses umziehen. In den Sommern 2029 und 2030 sollen Konzerte im Messezentrum und in der Salzburgarena stattfinden. Das beschloss das Kuratorium am Freitag im Einvernehmen mit dem Direktorium. Opernaufführungen sollen dagegen weiterhin in der Altstadt, im Haus für Mozart und in der Felsenreitschule, gezeigt werden.

Der Entscheidung war ein Streit über die geeignete Ersatzspielstätte vorausgegangen. Der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz hatte sich für eine temporäre Halle auf dem Gelände der Stieglbrauerei in Maxglan ausgesprochen. Er argumentierte, die Nähe zur Altstadt gehöre wesentlich zum Festspielerlebnis. Stadt und Land Salzburg bevorzugten dagegen aus Kostengründen das Messezentrum. Ein dritter Standort beim ehemaligen Kloster St. Josef war aus widmungsrechtlichen Gründen ausgeschieden.

Das Große Festspielhaus wird von Herbst 2028 bis Frühjahr 2031 geschlossen. Die Sanierung ist Teil des Großprojekts »Festspielbezirk 2030«. Allein für dessen erste Bauphase sind rund 395 Millionen Euro vorgesehen. Für die zweite Phase, die auch das Haus für Mozart und die Felsenreitschule betrifft, werden weitere rund 86 Millionen Euro benötigt. Deren Finanzierung ist noch nicht gesichert. Der Rechnungshof hatte im Sommer vor erheblichen Kostenrisiken gewarnt.

Der designierte Intendant Peter de Caluwe begrüßte die Entscheidung. Das Messegelände biete die Chance, mit besonderen Projekten ein neues Publikum zu erreichen. Er betonte zugleich, dass sich die Spielstätten den künstlerischen Ambitionen anpassen müssten und nicht umgekehrt.

Offen bleibt, wie die Salzburgarena für große Orchesterkonzerte akustisch ausgestattet werden soll. Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) erwartet eine Qualität, die mit dem Konzertsaal im Festspielhaus vergleichbar ist. Auch der »Jedermann« könnte bei schlechtem Wetter künftig in eine Messehalle ausweichen. Eine Überdachung der Zuschauertribüne auf dem Domplatz ist allerdings noch nicht vom Tisch.

Dieser Text ist in der Recherche auch mit Hilfe von KI entstanden. Aber jeder Text wird bei BackstageClassical vor der Veröffentlichung redaktionell überarbeitet.

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