Currentzis gründet neues Label

September 3, 2024
1 min read
Der Dirigent Teodor Currentzis (Bild: SWR)

Der Dirigent Teodor Currentzis hat sein eigenes Aufnahme-Label »Theta« bei Outhere Music gegründet. Den Auftakt macht eine Bruckner-Einspielung mit Utopia.

Teodor Currentzis bewirbt sein Label mit bekannter Superlativ-Rethorik: »Theta ist unser Konzept für eine neue Utopie, ein Refugium, in dem die tiefgreifenden Visionen von Musikern, bildenden Künstlern, Toningenieuren, Akustikdesignern und anderen Kreativen zusammenfließen, um die Grenzen der Musik neu zu definieren.« Theta steht für den Buchstaben Θ im griechischen Alphabet und soll an Currentzis griechische Herkunft erinnern – nach der Annexion der Krim hatte der Dirigent auch die russische Staatsbürgerschaft angenommen.

Mehr zu Currentzis bei BackstageClassical

Das neue Label erscheint bei Outhere Music. Dessen Präsident Charles Adriaenssen sagt:  »Ich kenne und bewundere Teodor schon lange; er hat in den 2010er Jahren seine ersten drei Aufnahmen bei Outhere veröffentlicht, darunter ein unvergessliches Mozart-Requiem. Als er mich bat, mit ihm bei diesem neuen musikalischen Abenteuer zusammenzuarbeiten, stimmte ich zu, weil ich es für wichtig erachtete, einem der interessantesten Musikvisionäre unserer Zeit eine Stimme zu geben.«

Anzeige

Die ersten Veröffentlichungen auf diesem neuen Label werden Bruckners Neunte und Mahlers Dritte Sinfonie sein, die beide 2025 erscheinen sollen. Die Aufnahmen entstanden während Sessions im Funkhaus Berlin. 

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Die Neuordnung des Marktes

Künstleragenturen fusionieren, Veranstalter gehen auf Nummer sicher – und junge Talente sollen immer schneller an die Spitze. Die Klassikbranche baut ihr Geschäftsmodell um. Doch was passiert, wenn Karrieren schneller wachsen als Künstler?

Marlene Hahn geht nach Graz

Die deutsche Musikdramaturgin Marlene Hahn wird mit Beginn der Saison 2028/29 neue Intendantin der Oper Graz. Die 41-Jährige folgt auf Ulrich Lenz, dessen Fünfjahresvertrag nach der Saison 2027/28 nicht verlängert wird.

Der Festspiel-Trick

Am Ende der Saison einfach noch einmal das Repertoire dranhängen, das ganze »Festival« nennen und die Preise erhöhen. Die Bayerische Staatsoper hat die Airline-Logik im Frack perfektioniert.

Der neue Kritiker-Deal

Früher genügte eine Mail, und die Pressekarte war sicher. Heute sortieren Veranstalter aus – und alte Gewissheiten geraten ins Wanken. Doch wer Kulturberichterstattung jahrelang abbaut, sollte sich nicht wundern, wenn irgendwann die

Die große Klassik-Lüge

Der Newsletter von BackstageClassical: heute mit prominenter Kritik am Opern-Zirkus, einer spielerischen Wagner-Gaudi und der Frage, wie gut uns der allgemeine Jugendwahn tut.

Verpassen Sie nicht ...